Die Yoga Stube
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Die Acht Säulen des Yoga oder der achtgliedrige Pfad...der Herzen....wie die Inder so schön sagen!

Ashtanga bedeutet wörtlich übersetzt Acht Glieder ( Ashtau=Acht, Anga=Glieder) Der achtgliedrige Pfad ist ein  2000 Jahre alter Sanskrittext, verfasst von Patanjali genannt Yoga Sutra. Man kann nicht genau sagen wann der Text verfasst wurde, da teilen sich die Meinungen. Manche sagen er ist sogar 4000 Jahre alt. Es gilt jedenfalls bis heute als eines der wichtigsten Standard Werke und Leitfaden für Yoga und soll den Weg zur Erleuchtung beschreiben.

1. YAMA - Ethische Disziplin, unsere Haltung gegenüber unserer Umgebung nach Aussen.

2. NIYAMA - Selbstbeobachtung, unsere Haltung gegenüber uns Selbst, also im Innen.

3. ASANA - Haltung, Körperhaltung, die Praxis der Körperübungen.

4. PRANAYAMA - Atemkontrolle, Praxis der Atemübungen. Prana, die Essenz des Lebens, unser Atem!

5. PRATYAHARA - Das zurückziehen der Sinne, Sinne nach Innen kehren.

6. DHARANA - Konzentration, die Fähigkeit seinen Geist auszurichten.

7. DHYANA - Meditation, die Fähigkeit unseren Geist kontinuierlich in Verbindung zu halten, mit dem was wir verstehen wollen.

8. SAMADHI - Zustand von Freude und Frieden, die vollkommene Vereinigung mit einem Objekt, das wir verstehen wollen.

 

1. YAMA - bezeichnet das Verhalten gegenüber unserer Umwelt im Aussen und wird in 5 Unterpunkte aufgeteilt

     1.1 AHIMSA - Gewaltlosigkeit, Bewahren und Respektieren aller Lebewesen

     1.2. SATYA - der Gebrauch der Sprache in einer rücksichtsvollen Art und Weise

     1.3. ASTEYA - Nicht Stehlen, das Respektieren fremden Eigentums, sowie Naturbestände

     1.4. BRAHMACHARYA - der vernünftige Umgang mit unserer Lebens Energie

     1.5. APARIGRAHA - Mäßigung in Ernährung und Anhäufung materieller Güter

2. NYAMA - bezeichnet wie wir leben "wenn keiner uns sieht", das Verhalten uns selbst gegenüber

     2.1. SAUCHA - Reinlichkeit

     2.2. SAMTOSHA - Genügsamkeit, Bescheiden sein

     2.3 TAPAS - Erzeugen von Hitze durch Pranayama, Asana, Bandhas, Mudras

     2.4. SVADHYAYA - Selbststudium, Selbstreflektion

     2.5. ISHVARAPRANIDHANA - sich der Kraft der Schöpfung bewusst werden

3. ASANA - Die Körperübungen oder Asanas bringen körperliche und geistige Gesundheit. Im 46. Sutra von Patanjali heißt es "Sthiram Sukham Asanam" eine Yogaposition soll kraftvoll und entspannt sein: "kraftvoll" definiert den körperlichen Aspekt und "entspannt" den geistigen, also kraftvolle Leichtigkeit während einer Asana ausüben, verbunden durch die Atmung. Durch diese Ausführung der Asanas kräftigt sich die Muskulatur, der Geist wird stärker und entspannt zugleich.

4. PRANAYAMA - Atemregulierung, Atemausdehnung

Unsere Atmung reflektiert unseren Geisteszustand. Wenn wir unsere Atmung bewusst regulieren, nehmen wir Einfluss auf den Geist und den Verstand. Durch Pranayama nehmen wir direkten Einfluss auf unser Nervensystem. Es ist eine subtilere Form der Yogapraxis. Oft wird es vor oder nach der Praxis ausgeführt.

5. PRATYAHARA - die Brücke zwischen dem Groben und dem Feinen, den physischen Aspekten unserer Yogapraxis und den subtileren Aspekten. Die Wahrnehmung zieht sich vom "Aussen" zurück ins "Innen".

6. DHARANA - Konzentration. DIe Aufmerksamkeit wird zu Gänze auf ein Objekt gelenkt. (z.B. Mantra, Bild, ...) um andere Objekte auszuschließen. Unruhige Gedanken können noch immer vorhanden sein, doch auf diese Weise wird nicht mehr darauf reagiert. Diese und die weiteren Stufen können wir nicht mehr aktiv machen, sondern sie entfalten sich nach langer Yogapraxis wie von selbst.

7. DHYANA - Meditation, die Abwesenheit von Gedanken und ein Gefühl des "Einsseins". Wenn die Konzentration, Dharana, über eine lange Zeit gehalten werden kann. Letztlich führt diese Stufe zu einem Auflösen der Dualität. Der Beobachter und das Objekt verschmelzen.

8. SAMADHI - Selbstverwirklichung oder reines Bewusstsein. Ein Gedankenfreier, zufriedener glückseliger Zustand stellt sich ein.

 

 

 
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